Biographien

Wer his­to­risch arbei­tet, stößt immer wie­der auf Per­so­nen, deren Bio­gra­phi­en, wenn sie erzählt wer­den, Ein­bli­cke in die Epo­che geben, in denen sie leb­ten. Wenn die Per­so­nen dann noch Schrift­gut hin­ter­las­sen haben, das Auf­schlüs­se gibt über Denk­vor­gän­ge, die in die Gegen­wart rei­chen, dann ist es eigent­lich nur bedau­er­lich, dass die Zeit und Mate­ri­al oft nicht hin­rei­chen, sie noch umfäng­li­cher zu wür­di­gen bzw. wei­te­re Bio­gra­phi­en vor­zu­le­gen.

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Otto Rühle

Eine für die DDR 1990 geplan­te Reprint-Aus­ga­be von Otto Rüh­les zwei­bän­di­ger „Kul­tur­ge­schich­te der Arbei­ter­klas­se“ mit einem Begleit­buch beim ost­deut­schen Kie­pen­heu­er Ver­lag kam nicht zustan­de.

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Die­se Sei­te ent­hält drei Auf­sät­ze, die auf die­sem Mate­ri­al fußen: Zu Rüh­les ultra­lin­kem Arbei­ter­bild (1990), eine Bio­gra­phie von 1992, und ein Text über Rüh­le als Frei­den­ker und Kul­tur­wis­sen­schaft­ler („neu­er Mensch“) von 2003.

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Fritz Kummer

Fritz Kum­mer (1875–1937) wur­de durch sei­nen Rei­se­be­richt ein Best­sel­ler­au­tor, jeden­falls in der Arbei­ter­be­we­gung. Die­ser selbst­be­wusst geschrie­be­ne und auch heu­te mit Ver­gnü­gen zu lesen­de Rei­se­be­richt eines Arbei­ters ist im Jah­re 1913 erst­mals erschie­nen. Der Autor schreibt in sei­nem Vor­wort: „Nur scha­de, dass die Arbei­ter so wenig an ihrer eige­nen Geschich­te schrei­ben. Was bis heu­te über ihr Leben und Den­ken in Büchern nie­der­ge­legt wor­den ist, wur­de zumeist von ihren geis­ti­gen, wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Gegen­füß­lern geschrie­ben … oder auch, es wird die bes­ser­ge­stell­te Klas­se als Maß­stab für ein gan­zes Volk genom­men. Dar­aus müs­sen Auf­fas­sun­gen wer­den, die im Gegen­satz zu den Tat­sa­chen ste­hen“.

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Rudolph Penzig

Rudolph Pen­zig, geb. am 30. Janu­ar 1855 in Sam­nitz (Lie­gnitz); gest. am 20. April 1931 in Ber­lin, war eine Zen­tral­fi­gur des orga­ni­sier­ten deut­schen Huma­nis­mus bis in die Wei­ma­rer Repu­blik. Ein­tritt in die Ber­li­ner Huma­nis­ten­ge­mein­de 1893 (gegrün­det 1887), der Keim­zel­le der Deut­schen Gesell­schaft für Ethi­sche Kul­tur. Er war Ber­lin-Char­lot­ten­bur­ger Stadt­rat; Dozent an der Frei­en Hoch­schu­le Ber­lin; beruf­li­che Tätig­keit als Moral­päd­ago­ge für Schwer­erzieh­ba­re.

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Adolph Hoffmann

Adolph Hoff­mann (1858–1930) gehör­te zum lin­ken Flü­gel der SPD und war Mit­be­grün­der der USPD. Als Mit­glied der preu­ßi­schen Regie­rung sorg­te er 1918 wesent­lich für die Umset­zung der Tren­nung von Staat und Kir­che in Deutsch­land. Zuvor war Hoff­mann in der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Kir­chen­aus­tritts­be­we­gung aktiv und ver­öf­fent­lich­te zahl­rei­che popu­lä­re kir­chen­kri­ti­sche Schrif­ten.

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