Weltliche Schulen und Lebenskunde

Band 8 der Rei­he “Huma­nis­mus­per­spek­ti­ven” erschie­nen In der Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung von 1919 wer­den sie erst­mals erwähnt: “bekennt­nis­freie (welt­li­che) Schu­len”. Ab 15. Mai 1920 gab es an ihnen kei­nen Reli­gi­ons­un­ter­richt, statt­des­sen häu­fig “Lebens­kun­de”. Die gan­ze Zeit der Wei­ma­rer Repu­blik hin­durch blie­ben sie Gegen­stand bil­dungs­po­li­ti­scher Kämp­fe, von den Natio­nal­so­zia­lis­ten wur­den sie nach 1933 geschlos­sen. Und doch fan­den … Read more

Humanismus im Gebrauch

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04 Konzeptionen des Humanismus 01c_frei_72.jpgUnter die­ser eher alltags‑, aber weni­ger wis­sen­schaft­s­taug­li­chen Über­schrift rubri­zier­te ich mein neu­es Buch „Kon­zep­tio­nen des Huma­nis­mus“ im Ali­bri Ver­lag auf mei­nem Rech­ner. Band 4 der Rei­he „Huma­nis­mus­per­spek­ti­ven“ ist eine lite­ra­tur­so­zio­lo­gi­sche Stu­die über Huma­nis­men im Huma­nis­mus. Sie erfasst über 300 Ver­wen­dun­gen der Wor­te „Huma­nis­mus“ und „huma­nis­tisch“ vor allem in der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur. Im Fol­gen­den wer­den die Ant­wor­ten auf Fra­gen eines Inter­views im Ent­wurf des Autors wie­der­ge­ge­ben, das im „Huma­nis­ti­schen Pres­se­dienst“ erscheint.

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Glücksuche und Überlebenskunst

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Die Über­schrift zu die­ser Infor­ma­ti­on ist eine Kurz­fas­sung des Titels mei­nes kul­tur­wis­sen­schaft­li­chen Nach­wor­tes zu den jetzt pos­tum ver­öf­fent­lich­ten Memoi­ren von Lot­te Strub-Rayß (17.02.1912 bis 06.01.2008) “Ver­dammt und ent­rech­tet. Stutt­gart – Basel – Mos­kau … 16 Jah­re Gulag und Ver­ban­nung. Aus dem Nach­lass her­aus­ge­ge­ben von Kon­rad Rayß“ (Ber­lin: Tra­fo Ver­lag 2018, 666 S.).

Die Auto­bio­gra­phie ist die Geschich­te einer jun­gen Frau, die nach dem Ers­ten Welt­krieg in einer schwä­bi­schen bür­ger­li­chen Fami­lie auf­wuchs. Sie stu­dier­te Kunst an der Stutt­gar­ter Kunst­ge­wer­be­schu­le, ver­lieb­te sich in den bekann­ten Arzt und Dra­ma­ti­ker Fried­rich Wolf und erleb­te die ganz gro­ße Lie­be. Früh wand­te sie sich der lin­ken Bewe­gung zu und leis­te­te Wider­stand gegen das erstar­ken­de NS-Regime. Sie ret­te­te 1933 die spä­ter berühm­ten Söh­ne des Dich­ters Kon­rad und Mar­kus Wolf und sein Archiv.

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Humanismus und Selbstverständnis des HVD

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Vor­trag, gehal­ten am 17. Novem­ber 2017 in Ber­lin an der „Huma­nis­ti­schen Aka­de­mie Ber­lin-Bran­den­burg“, ergänzt durch Fuß­no­ten. Das Titel­bild zeigt die Front­sei­te des Fly­ers des Ali­bri Ver­la­ges Aschaf­fen­burg zur Rei­he „Huma­nis­mus­per­spek­ti­ven“. Der kom­plet­te Fly­er befin­det sich am Ende die­ses Tex­tes.

Der „Huma­nis­ti­sche Ver­band Deutsch­lands, Bun­des­ver­band“ (HVD) hat vor erst zwei Mona­ten ein „Huma­nis­ti­sches Selbst­ver­ständ­nis“ beschlos­sen,1 das vier­te in sei­ner kur­zen Geschich­te.

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Bedeutungsverlust der Kirchen

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Cover INDES_NEW.jpg_800.jpgÜber ihr Ende als Verkünder einer allgemeinen Moral und die gesellschaftlichen und rechtlichen Folgen

Die Stel­lung der Kir­chen in Deutsch­land nach 1945 – die fort­be­stehen­de Ein­heit von Thron und Altar – hängt eng mit der Geschich­te der Bun­des­re­pu­blik zusam­men. Sicher­ten sich die Kir­chen in der Bun­des­re­pu­blik nach dem Zwei­ten Welt­krieg die in der Revo­lu­ti­on 1918/19 erreich­te Frei­heit vom Staat, wei­te­ten sie ihre Rech­te im Kal­ten Krieg noch aus und zogen aus der gleich­zei­ti­gen Garan­tie von Leis­tun­gen durch den Staat zusätz­li­che Vor­tei­le.

Dabei pass­ten sie sich neu­en Lagen nicht nur immer wie­der geschickt an. Mit ihren mora­li­schen „Sinn­ge­bun­gen“, ihrem staat­lich besol­de­ten Reli­gi­ons­un­ter­richt und ihrer Domi­nanz in der Ritual­kul­tur mach­ten sie sich bis in die 1970er Jah­re unent­behr­lich.

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