Ein Bericht über die DDR als Kulturstaat

Ab Herbst 1962 fan­den in Zwi­ckau mei­ne Vor­be­rei­tungs­kur­se auf die Jugend­wei­he statt, die im März 1963 fei­er­lich erfolg­te als Kul­tur­pro­gramm mit einem bestimm­ten „welt­li­chen“ Ritus. Zu dem vor­he­ri­gen Lehr­gang mit zehn The­men gehör­te eine Besich­ti­gung des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Buchen­wald, die Teil­nah­me an einer Gerichts­ver­hand­lung (es ging um einen Dieb­stahl) und ein Thea­ter­be­such, der ers­te in mei­nem … Read more

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Es lei­tet einen Men­schen ja viel in sei­ner Bio­gra­phie. Die Sprü­che, die beim Den­ken hel­fen, lösen sich ab. Ein Motto ein Leben lang – wer hält das durch? Des­halb soll auch im Fol­gen­den regel­mä­ßi­ge Ergän­zung sein.

Lud­wig Mar­cu­se (1891–1971), in den 1930ern der Begrün­der des skep­ti­schen Huma­nis­mus, gab sich (wahr­schein­lich) 1912 in einem Auf­satz am Fried­rich Wer­der­schen Gym­na­si­um in Ber­lin fol­gen­des Cre­do, zitiert nach: Mein zwan­zigs­tes Jahr­hun­dert. Auf dem Weg zu einer Auto­bio­gra­phie. Mün­chen 1960, S. 140:

»›Wir Humanisten‹ sind weder ›Wächter eines Tempels‹, noch wird die Welt an uns genesen. Wir haben die viel bescheidenere, aber wichtige Aufgabe, das Lebendige einer großen Tradition in die Gegenwart hineinzuwirken.«