Die weiße Linie

Foto: Andrè Plath

Das ist eine wei­ße Linie mit Grenz­be­deu­tung. Sie ist auf dem Ber­li­ner Bahn­hof Fried­rich­stra­ße foto­gra­fiert, wo es den „Trä­nen­pa­last“ gab und Ankom­men, Abfah­ren, Ein­stei­gen nur auf Kom­man­do … Der gelern­te Mit­tel­eu­ro­pä­er weiß um die Bedeu­tung die­ser wei­ßen Linie. Den Strich zu über­schrei­ten ist nicht ein­fach nur ver­bo­ten, son­dern man begibt sich und ande­re in Gefahr, wenn man es tut und der Zug fährt ein. Vor­sicht ist gebo­ten. Man kann aber auch kei­nen Platz fin­den im Zug, wenn man zu lan­ge aus­harrt hin­ter der Linie. So oder so sagt die wei­ße Linie, man soll bestimm­te Gren­zen nicht über­schrei­ten. Es gibt „Kul­tur­schran­ken“.

Entscheidung für das Bessere

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Entscheidung für das Bessere Kopie.jpgIn der neu­en (rech­ten) Spal­te „Schau­fens­ter“ erschei­nen Aus­ar­bei­tun­gen, kur­ze oder län­ge­re Kom­men­ta­re oder Doku­men­te, in der Erst­pu­bli­ka­ti­on oder als Dupli­kat mit Ver­weis auf das Ori­gi­nal, über Huma­nis­mus und die Welt, meist die hie­si­ge. Es sind per­sön­li­che Sicht­wei­sen, weni­ger „objek­ti­viert“ als sonst, aber immer um Wahr­heit bemüht, des­halb poin­tier­ter, wie es sich Rent­ner gestat­ten dür­fen, die wesent­lich für sich selbst und weni­ger für „unse­re Sache“ ste­hen, wie Degen­hardt einst sang.

Dies soll auch das Bild sym­bo­li­sie­ren und iro­ni­sie­ren. Das Foto ist am 3. Mai 2011 in der Mit­te von Zwi­ckau ent­stan­den, am Neu­markt. Das Haus gibt es inzwi­schen nicht mehr. Das Bild ist in mei­nen Augen ein Sinn­bild für alle „Wen­den“, hier ist die Zeit um 1990 ste­hen geblie­ben. Das Alte bleibt immer, bis es weg­ge­räumt wird. Das Bild passt auch zu den Umstän­den, die mich auf mei­ne Home­page als „Posau­ne“ zurück­ver­wie­sen haben.

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In Erinnerungen graben

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Titelbild Erinnerungen Kopie.pngIn der seit etwa einem hal­ben Jahr betrie­be­nen Rubrik „Erin­ne­run­gen“ wird nach Bio­gra­fi­schem gegra­ben, min­des­tens in Spa­ten­tie­fe. Man­che per­sön­li­chen Fuß­we­ge durchs Leben kreuz­ten sich mit denen ande­rer, mit mehr oder min­der his­to­ri­schen Ereig­nis­sen oder Vorgängen.

Sie bekom­men dadurch viel­leicht eine gewis­se gesell­schaft­li­che Bedeu­tung oder haben für ande­re etwas Unter­hal­tungs­wert. Wie­der ande­res aus teil­neh­men­der Beob­ach­tung gehört ein­fach doku­men­tiert. Davon wie­der­um ist eini­ges schon gedruckt, etwa über mein Enga­ge­ment für den „Ver­band der Frei­den­ker der DDR“.

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HVD vor neuer Wende

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Es sind zwei Mel­dun­gen kurz vor dem Jah­res­wech­sel 2015/2016, die jeden Beob­ach­ter der Geschi­cke des „Huma­nis­ti­schen Ver­ban­des“ (HVD) zum Nach­den­ken brin­gen und die, zusam­men betrach­tet, Andeu­tun­gen geben, in wel­che Rich­tung es geht. Da ist zum einem das Pro­blem, wie viel Welt­an­schau­ungs­ge­mein­schaft der Ver­band künf­tig vor­zei­gen wird; zum ande­ren, wie und wo er dies tut und wel­che Rol­le dabei sei­ne eige­nen Medi­en spie­len wer­den, beson­ders die Zeit­schrift „dies­seits“, gedruckt wie online.

Humanistische Weihnachtsfeierei?

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Was soll das sein, eine huma­nis­ti­sche Weih­nachts­fei­er, wo doch schon unklar ist, was eine huma­nis­ti­sche Jugend­wei­he aus­zeich­net? Par­don, das heißt „Jugend­fei­er“, damit kein Ossi ver­steht, wor­um es sich han­delt, da doch Jugend­li­che pau­sen­los etwas fei­ern oder gefei­ert haben, als sie noch kei­ne Müt­ter oder Väter waren und in der DDR das fal­sche, weil staats­na­he Fest begin­gen. Da müs­sen sie nun lei­den und das Netz durch­su­chen, wonach bei ihnen für ihre erwach­sen wer­den­den Kin­der nun ein Ritu­al­be­darf zuwächst.

Noch etwas über Humanismus

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IMG_0466 Kopie.jpgZum drit­ten Mal ver­lieh die Katho­lisch-Theo­lo­gi­sche Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Erfurt den Erich-Klein­ei­dam-Preis. Preis­trä­ger wur­de Dr. Flo­ri­an Baab, inzwi­schen Aka­de­mi­scher Rat an der Katho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fakul­tät der West­fä­li­schen Wil­helms-Uni­ver­si­tät Müns­ter. Er bekam am 3. Juli 2015 den Preis für sei­ne Erfur­ter Dis­ser­ta­ti­on „Was ist Huma­nis­mus? Geschich­te des Begrif­fes, Gegen­kon­zep­te, säku­la­re Huma­nis­men heute“.

Dazu habe ich mich in einer Rezen­si­on aus­führ­lich geäu­ßert. Dies war wohl der Grund, mich zu einer Podi­ums­dis­kus­si­on im Anschluss an die aka­de­mi­sche Ver­an­stal­tung ein­zu­la­den (Foto:  S. R. Krebs; v. links: Prof. Dr. Eber­hard Tie­fen­see, Dr. Andre­as Fin­cke, Dr. Flo­ri­an Baab, Dr. Horst Groschopp).

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