Vor etwa einem Jahr, am 28. Januar 2014, beschloss die Sächsische Regierung, die 4. Landesausstellung im Jahr 2018 zum Thema „Industriekultur“, gem
äß dem Bewerbungsantrag der Stadt Zwickau, im denkmalgeschützten Horch-Hochbau, einer ehemaligen Automobilfabrik, zuletzt VEB „Sachsenring“ (Stichwort „Trabant“), stattfinden zu lassen (siehe Bild). Das Projekt soll bis zu 15 Millionen Euro kosten, wobei das Land der Stadt 7,5 Millionen Fördermittel zusagte. Der Freistaat Sachsen will damit ein Zeichen setzen und einen authentischen Ort branchenübergreifend würdigen. Zugleich soll das Jahr 2018 ein „Jahr der Industriekultur“ werden.
Horst Groschopp
Laborassistent oder Museumsführer
Manfred Isemeyer stellte seinen Vortrag am 17. Mai 2014 in der Humanistischen Akademie unter das Motto, bezogen auf die Perspektiven des HVD, »Labor oder Museum«. Auf mich selbst bezogen folgere ich daraus die perspektivische Überschrift, künftig weiter im Labor zu assistieren oder den Anfang und das Ende der organisierten Freidenkerei zu erklären.
Wer weiß schon was wird: Abschied, Ruhestand, »Generationenwechsel« oder doch lieber Themenwende …? Jedenfalls fand am 16./17. Mai 2014 mein Ende der Dienstzeit (des Anstellungsverhältnisses beim HVD Berlin-Brandenburg)
und das Loslassen des Direktors (siehe Interview mit Siegfried R. Krebs, einem ehemaligen Fernstudenten Kulturwissenschaft) beim hpd von der Humanistischen Akademie statt. Die offizielle Verabschiedungszeremonie ist als Video bei YouTube zu sehen (großes Dankeschön dem Produzenten Frank Spade).
Humanismus – Überlegungen für den HVD
Ab heute sind es noch 171 Tage im Dienst als Direktor der Humanistischen Akademie. Es beginnt die Zeit für „letzte Worte im Amt“. Ein solcher Vortrag fand am 9. Dezember 2013 im Berliner HVD vor ausgewähltem Publikum statt. Ein Teil des Referats, zu dem es zahlreiche Nachfragen gab, wird im Folgenden leicht gekürzt dokumentiert. Der Anlass potenzierte die subjektive Sicht und reduzierte die akademisch korrekte Aussprache. Das Foto soll zeigen, worauf sich der Referent stützte – vor allem auf seine und die von ihm herausgegebenen Publikationen über Humanismus. Man beachte die Symbolik.
Der ganze Mensch, der Humanismus und die DDR
Nach drei Jahren Fleiß ohne Blut und Tränen, aber mit vielen Überraschungen in Archiven, Gesprächen und großem Dank an alle, die anregten, ermunterten, kritische Kommentare gaben oder einfach nur „da warten wir mal ab“ meinten, ist pünktlich zum Sommeranfang, genauer: am „Humanistentag“ 2013, meine doch sehr umfänglich gewordene Studie „Der ganze Mensch“ im Marburger „Tectum Verlag“ erschienen.
Die DDR und der Humanismus
War die DDR ein humanistisches Land? So stand es in ihren Verfassungen und in Gesetzestexten – sonst nirgends auf der Welt. Das Programm der herrschenden Partei SED verkündete das „große Hurra” des Humanismus in Abgrenzung zu einem konservativen Humanismus in der Bundesrepublik.
Freidenker und Kultur in Deutschland
An dieser Stelle finden Sie Rezensionen der 2., verbesserten Auflage, meines 1997 erstmals erschienenen Buches. Eine erste Besprechung erschien am 18. November beim hpd (hier eine weitere Rezension). Lesen Sie auch ein Interview in der diesseits.
In Medien und Politik wird in Deutschland aktuell überreichlich „unsere jüdisch-christliche Kultur“ betont. Der Wunsch bestimmt den Gedanken, denn über 35 Prozent der heutigen deutschen Bevölkerung ist konfessionsfrei – früher wurde „konfessionslos“ gesagt. In dieser Gruppe finden sich viele Weltanschauungen: Agnostiker, Atheisten, Evolutionisten, freie Christen, säkulare Juden und Muslime, Freidenker, Humanisten oder einfach nur Gott- oder Nichtgläubige.