Johannes und Ursula Neumann

Im Jahr 2019 erschei­nen, von mir her­aus­ge­ge­ben und mit je einem Vor­wort ver­se­hen, zwei Sam­mel­bän­de mit Schrif­ten von Johan­nes Neu­mann (1929–2013) und Ursu­la Neu­mann (geb. 1946), zwei aus­ge­wie­se­nen Autoren und über die „säku­la­re Sze­ne“ hin­aus bekann­ten Per­so­nen, die einen gro­ßen Ein­fluss hat­ten in der „huma­nis­ti­schen Wen­de“ der deut­schen Frei­den­ke­rei in den 1990er Jah­ren. Bei­de Bücher erschei­nen als Aus­ga­ben 5 und 6 in mei­ner Rei­he „Huma­nis­mus­per­spek­ti­ven“ im Ali­bri-Ver­lag.

Der Sam­mel­band von Johan­nes Neu­mann („Huma­nis­mus und Kir­chen­kri­tik. Bei­trä­ge zur Auf­klä­rung. Mit einer bio­gra­phisch-biblio­gra­phi­schen Stu­die von Theo­dor W. Bei­ne“) ver­folgt an aus­ge­wähl­ten Publi­ka­tio­nen, wie und war­um der renom­mier­te Kir­chen­recht­ler Ende der 1970er Jah­re das katho­li­sche Gehäu­se ver­ließ, sich sei­ne Kir­chen- zu einer Gesell­schafts- und Staats­kri­tik (Reli­gi­ons­ver­fas­sung) erwei­ter­te, er über Athe­is­mus schrieb, Huma­nis­mus­for­schun­gen unter­nahm und schließ­lich huma­nis­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen rat­ge­bend unter­stütz­te.

Der Sam­mel­band von Ursu­la Neu­mann („Täti­ger Huma­nis­mus. His­to­ri­sche Bei­trä­ge zu aktu­el­len Debat­ten“) ist the­ma­tisch brei­ter ange­legt. Die Autorin reflek­tiert auf sehr per­sön­li­che Wei­se zeit­ge­nös­si­sche Debat­ten über Glau­bens­fra­gen und Huma­nis­mus, Kir­chen- und Reli­gi­ons­kri­tik, Ethik und Umgang mit Geflüch­te­ten sowie weib­li­che Selbst­be­stim­mung. Eini­ge Tex­te sind gemein­sam mit Johan­nes Neu­mann ver­fasst.

Das Foto ist der „Badi­schen Zei­tung“ vom 3. Juli 1997 und dem Bei­trag „Reli­gi­ons­frei­heit schützt vor Ethik nicht“ ent­nom­men.