Kulturelle Ächtung – eine Rezension

Aus­gren­zen­de poli­ti­sche Ideo­lo­gien In nahe­zu allen Rega­len mit Lebens­mit­teln liegt ein Brot mit dem Namen „Lie­ken Urkorn“. Es han­delt sich dabei um ein ver­bes­ser­tes „Sie­mens­brot“. Die­ses wie­der­um ist nicht nur Teil der deut­schen Lebens­re­form­ge­schich­te an der Wen­de vom 19. zum 20. Jahr­hun­dert. Sei­ne His­to­rie ist über­sät­tigt mit völ­ki­schem Anti­se­mi­tis­mus, wie Gre­gor Hufen­reu­ter in sei­nem Bei­trag … Read more

Die DDR als kulturelles Phänomen

Die DDR zwi­schen Tra­di­ti­on und Moder­ne Rezen­si­on Pünkt­lich zum 30. Jah­res­tag des Bei­tritts der DDR zum Gel­tungs­ge­biet des Grund­ge­set­zes am 3. Okto­ber 1990 erschien der reprä­sen­ta­ti­ve Band zur DDR als kul­tu­rel­lem Phä­no­men. Er bringt an die zwan­zig Tex­te, von denen die meis­ten etwa ein Jahr zuvor auf einer wis­sen­schaft­li­chen Tagung der Lei­b­­niz-Sozie­­tät gehal­ten und dis­ku­tiert … Read more

Freidenker in Thüringen am Scheideweg

Eine his­to­ri­sche Betrach­tung nach dem Erschei­nen des Buches von Sieg­fried R. Krebs: Frei­den­ker­tum, orga­ni­sier­ter Huma­nis­mus und Lai­zis­mus in Thü­rin­gen (2020) Horst Gro­schopp Der Her­aus­ge­ber betont in der sehr kur­zen Ein­füh­rung zu sei­ner Antho­lo­gie his­to­ri­scher Tex­te, dass eine umfas­sen­de Geschich­te der diver­sen frei­den­ke­ri­schen Strö­mun­gen ein Desi­de­rat ist. Dies betrifft gera­de regio­na­le Strö­mun­gen, auch wenn die­se – … Read more

Heilige Schriften zwischen Opferkult und Wortgottesdienst

Rezen­si­on Hart­mut Zins­er: Hei­li­ge Schrif­ten zwi­schen Opfer­kult und Wort­got­tes­dienst Aschaf­fen­burg: Ali­bri Ver­lag 2020, 126 S.; ISBN 978–3‑86569–316‑7 / 16 Euro   Dem Ali­bri Ver­lag, bekannt durch sei­ne reli­gi­ons­kri­ti­schen Schrif­ten, ist es mit der Publi­ka­ti­on des vor­lie­gen­den Buches gelun­gen, einen der bedeu­tends­ten deut­schen Reli­gi­ons­wis­sen­schaft­ler als Autor zu gewin­nen. Zins­er, Jahr­gang 1944, war bis 2011 Pro­fes­sor an der … Read more

Schicksal des Reichsschulgesetzes

Anfang und Ende der reichs­ge­setz­li­chen Ver­an­ke­rung der „welt­li­chen Schu­len“ Ein ver­geb­li­ches Bemü­hen Ein Kom­pro­miss Mit der WRV und des­sen Arti­kel 144 stand das gesam­te Schul­we­sen unter staat­li­cher Auf­sicht und wur­de von Beam­ten des Staa­tes aus­ge­führt. Arti­kel 145 leg­te die all­ge­mei­ne Schul­pflicht vom 6. bis 14. Lebens­jahr in der Volks­schu­le fest und bestimm­te den Besuch der … Read more

Weltliche Schulen und Lebenskunde

Band 8 der Rei­he “Huma­nis­mus­per­spek­ti­ven” erschie­nen In der Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung von 1919 wer­den sie erst­mals erwähnt: “bekennt­nis­freie (welt­li­che) Schu­len”. Ab 15. Mai 1920 gab es an ihnen kei­nen Reli­gi­ons­un­ter­richt, statt­des­sen häu­fig “Lebens­kun­de”. Die gan­ze Zeit der Wei­ma­rer Repu­blik hin­durch blie­ben sie Gegen­stand bil­dungs­po­li­ti­scher Kämp­fe, von den Natio­nal­so­zia­lis­ten wur­den sie nach 1933 geschlos­sen. Und doch fan­den … Read more