Über ihr Ende als Verkünder einer allgemeinen Moral und die gesellschaftlichen und rechtlichen Folgen
Die Stellung der Kirchen in Deutschland nach 1945 – die fortbestehende Einheit von Thron und Altar – hängt eng mit der Geschichte der Bundesrepublik zusammen. Sicherten sich die Kirchen in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg die in der Revolution 1918/19 erreichte Freiheit vom Staat, weiteten sie ihre Rechte im Kalten Krieg noch aus und zogen aus der gleichzeitigen Garantie von Leistungen durch den Staat zusätzliche Vorteile.
Dabei passten sie sich neuen Lagen nicht nur immer wieder geschickt an. Mit ihren moralischen „Sinngebungen“, ihrem staatlich besoldeten Religionsunterricht und ihrer Dominanz in der Ritualkultur machten sie sich bis in die 1970er Jahre unentbehrlich.
Sucht man heute in der Presse das Wort Pazifismus, dann findet es sich meist in negativer Anwendung als feiges Verhalten, aber zugleich als etwas, was im Bewusstsein der deutschen Bevölkerung zu überwinden sei, weil die Weltlage es erfordere. Im Umkehrschluss kann man folgern, dass Pazifismus weit verbreitet ist.
Im Folgenden einige kurze Anmerkungen in 13 Thesen. Sie entstanden zur eigenen Vorbereitung im Vorfeld des Podiums „Luther und der Humanismus“ auf dem „Humanistentag“ am 17. Juni 2017 in der Nürnberger „Meistersingerhalle“. Das Foto (von Joachim Grebe) zeigt die Teilnehmer der Podiumsdebatte von rechts nach links: Dr. Andreas Fincke, Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Dr. Frank Schulze und Dr. Horst Groschopp.
(Mailand/Zwickau) Der auf dem deutschen Markt neue italienische „Mimesis Verlag“ hat den freidenkerischen Klassiker